Was braucht Ihr Raum wirklich?
Wer heute eine neue Treppe plant, hat wahrscheinlich schon eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was ihm gefällt. Inspiration dafür gibt es genug. Instagram, Pinterest, Architekturportale und Herstellerseiten liefern innerhalb weniger Minuten mehr Beispiele, als man früher in mehreren Katalogen gefunden hätte. Offene Treppen, geschlossene Konstruktionen, Faltwerke, Kombinationen aus Holz, Glas und Metall, integrierte Beleuchtung oder Treppen, die gemeinsam mit Möbeln und Einbauten geplant wurden. Unsere Frage lautet dabei: Was kann und braucht Ihr Raum und Sie als Nutzer wirklich?
Bei einer großzügigen offenen Treppe sehen wir beispielsweise nicht, welche Wege die Bewohner täglich zurücklegen. Wir kennen die ursprüngliche Grundrisssituation nicht und wissen nicht, welche Bedeutung Tageslicht, Stauraum oder Sichtbeziehungen bei der Planung hatten. Auch Geschosshöhe, Deckenöffnung, Anschlüsse und konstruktive Bedingungen bleiben auf einem Foto weitgehend unsichtbar. Was in einem Projekt selbstverständlich und leicht aussieht, kann das Ergebnis einer sehr genauen Auseinandersetzung mit diesen Bedingungen sein. Deshalb lässt sich eine gute Treppenlösung nicht einfach von einem Bild auf ein anderes Gebäude übertragen.
Das ist zunächst keine Besonderheit des Treppenbaus, sondern eine Grundfrage guter Planung. Bei einer Treppe wird sie allerdings besonders deutlich. Denn eine Treppe ist nicht nur ein Bauteil, das zwei Geschosse miteinander verbindet. Sie benötigt einen erheblichen Teil der verfügbaren Fläche, liegt häufig an wichtigen Verkehrswegen und steht in unmittelbarer Beziehung zu Wänden, Türen, Fenstern, Decken und angrenzenden Nutzungen. Im Eingangsbereich trifft sie möglicherweise auf Garderobe und Stauraum, im Wohnbereich auf Möbel und Sichtachsen. Gleichzeitig müssen Steigungsverhältnis, Laufbreite, Kopfhöhe, Absturzsicherung, Konstruktion und Anschlüsse funktionieren. Wer ausschließlich fragt, welche Treppe optisch gefällt, beginnt deshalb an einem relativ späten Punkt der Planung.
Interessanter ist zunächst eine andere Frage: Was braucht der Raum, in dem diese Treppe entstehen soll?
Um das herauszufinden, betrachten wir bei GÖHLER fünf Bereiche, die sich in unserer Arbeit immer wieder gegenseitig beeinflussen: Mensch, Bewegung, Raum, Funktion und Wirkung. Sie ersetzen weder den architektonischen Entwurf noch die technische Planung. Sie helfen aber dabei, eine Aufgabenstellung genauer zu formulieren, bevor über die konkrete Treppenlösung entschieden wird.

Wer wird die Treppe tatsächlich benutzen
Ein Grundriss beschreibt Flächen, Abmessungen und Beziehungen zwischen Räumen. Wie gut diese funktionieren, zeigt sich jedoch erst in der Nutzung. Deshalb beginnt die Betrachtung für uns bei den Menschen, die dort leben.
Das ist konkreter gemeint, als es zunächst klingt. Eine Familie mit kleinen Kindern stellt andere Anforderungen an einen Treppen- und Eingangsbereich als ein Paar. In einem Mehrgenerationenhaus können Sicherheit und komfortable Nutzung stärker in den Vordergrund treten. Bei einem Neubau stellt sich möglicherweise die Frage, ob das Haus auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch gut funktionieren soll. Bei einer Sanierung wiederum gibt es bereits Erfahrungen mit dem Gebäude: Die Bewohner wissen sehr genau, welche Bereiche im Alltag funktionieren und welche seit Jahren Schwierigkeiten verursachen. Solche Informationen haben direkte Auswirkungen auf die Planung.
Nehmen wir einen Eingangsbereich, in dem auch die Treppe beginnt. Morgens verlassen mehrere Personen nahezu gleichzeitig das Haus. Schuhe werden angezogen, Jacken aus der Garderobe genommen, Taschen abgestellt und jemand kommt gleichzeitig die Treppe herunter. Auf dem Grundriss kann dieser Bereich ausreichend groß erscheinen. In der täglichen Nutzung kann er trotzdem zu eng sein.
Die Frage lautet dann nicht nur, ob die Treppe an dieser Stelle technisch Platz findet. Interessant ist, welche Fläche sie dem täglichen Ablauf überlässt und welche weiteren Funktionen in ihrer unmittelbaren Umgebung untergebracht werden müssen.
Auch Sicherheits- und Komfortanforderungen sollten nicht losgelöst von den Nutzern betrachtet werden. Handläufe, Geländer, Beleuchtung oder die Ausbildung einzelner Details sind selbstverständlich Gegenstand technischer Planung und geltender Vorschriften. Darüber hinaus macht es aber einen Unterschied, wer eine Treppe täglich nutzt und welche Anforderungen daraus entstehen. Bedarfsanalyse bedeutet deshalb zunächst, die Nutzung nicht einfach vorauszusetzen. Sie muss verstanden werden.
Dabei geht es nicht darum, sämtliche Lebenssituationen der kommenden Jahrzehnte vorherzusagen. Gute Planung sollte jedoch unterscheiden können zwischen einem kurzfristigen Wunsch und einer Anforderung, die für die langfristige Nutzung eines Hauses relevant ist. Für uns beginnt Individualität genau an dieser Stelle. Nicht bei der Auswahl einer besonderen Holzart und auch nicht bei einem außergewöhnlichen Detail, sondern bei der Frage, für wen eine Lösung eigentlich entwickelt wird.
Ein Grundriss muss im Alltag funktionieren
Menschen stehen nicht in Grundrissen. Sie bewegen sich durch sie. Sie betreten das Haus, gehen in die Küche, wechseln das Geschoss, tragen Einkäufe, öffnen Türen oder begegnen anderen Bewohnern. Aus diesen alltäglichen Vorgängen entstehen Laufwege. Manche davon werden viele Male am Tag genutzt. Andere spielen nur gelegentlich eine Rolle. Für die Treppenplanung ist das wichtig, weil eine Treppe fast immer Teil dieser Bewegungsstruktur ist.
Entscheidend ist deshalb nicht nur der Treppenlauf selbst. Ebenso wichtig sind die Bereiche davor und danach. Wo liegt der Antritt? Was befindet sich unmittelbar daneben? Welche Wege treffen dort aufeinander? Öffnet eine Tür in diesen Bereich? Wo kommt man im Obergeschoss an und wie geht es von dort weiter?
Besonders bei Umbauten und Sanierungen lohnt sich ein genauer Blick auf die vorhandene Situation. Bestehende Gebäude erzählen gewissermaßen bereits, wo ihre Schwächen liegen. Manche Türen stehen dauerhaft offen, weil sie im Alltag stören. Möbel stehen dort, wo sie ursprünglich nicht vorgesehen waren. Unter einer Treppe sammeln sich Dinge, weil geeigneter Stauraum fehlt. An bestimmten Stellen gehen Bewohner regelmäßig einen Umweg oder stehen sich gegenseitig im Weg. Das sind keine Nebensächlichkeiten. Es sind Hinweise auf die tatsächliche Nutzung des Grundrisses.
Eine neue Treppe bietet in solchen Situationen die Möglichkeit, nicht nur das vorhandene Bauteil auszutauschen, sondern auch zu prüfen, ob sich Bewegungsabläufe verbessern lassen. Dabei gibt es selbstverständlich Grenzen. Eine bestehende Deckenöffnung lässt sich nicht beliebig verändern. Tragende Bauteile, Geschosshöhen, Türen, Fenster und notwendige Durchgangsbreiten setzen Rahmenbedingungen. Gerade deshalb ist es sinnvoll, Nutzung und technische Machbarkeit früh zusammenzubringen.
Eine gute Lösung entsteht nicht dadurch, dass alle Wünsche ohne Einschränkung umgesetzt werden. Planung bedeutet immer auch, Prioritäten zu setzen und Möglichkeiten gegeneinander abzuwägen. Für die Treppen- und Raumplanung heißt das: Sie muss nicht nur von unten nach oben funktionieren. Sie muss sich in die Bewegungen einfügen, die davor, daneben und danach stattfinden.
Was soll sich durch die neue Treppe verändern
Spätestens an diesem Punkt kommen wir zu einer Frage, die in Beratungsgesprächen häufig interessanter ist als die Frage nach einem bestimmten Treppentyp: Was soll nach dem Umbau oder Neubau räumlich besser sein als vorher? Die Antworten darauf können sehr unterschiedlich ausfallen.

Ein Eingangsbereich soll weniger beengt wirken. Ein Wohnbereich soll stärker mit dem Obergeschoss verbunden werden. Tageslicht aus einem Fenster soll möglichst weit in den Grundriss gelangen. Ein großer Raum benötigt mehr Gliederung. Oder eine vorhandene Treppe dominiert einen Bereich stärker, als es sich die Bewohner wünschen. Solche Aufgaben lassen sich nicht allein über die Auswahl eines Treppenmodells lösen.
Ob eine Treppe einen Raum öffnet oder eher begrenzt, hängt beispielsweise nicht nur davon ab, ob ihre Konstruktion offen oder geschlossen ausgeführt wird. Ebenso wichtig ist, wo der Treppenlauf beginnt, welche Sichtachsen dadurch entstehen, wie sich Geländer und Wangen verhalten, was unter der Treppe passiert und wie die Anschlüsse an Boden, Wand und Decke ausgebildet werden.
Auch Licht ist konkreter zu betrachten, als es auf den ersten Blick erscheint. Woher kommt das Tageslicht? Wird es durch einen Treppenlauf oder eine geschlossene Konstruktion begrenzt? Kann eine offenere Lösung dazu beitragen, dass Licht in angrenzende Bereiche gelangt? Welche Rolle spielt die künstliche Beleuchtung für die sichere Nutzung und welche zusätzlich für die Gestaltung?
Gerade hier zeigt sich, warum Treppenplanung sinnvollerweise frühzeitig mit der Raumplanung verbunden wird. Die Treppe beansprucht zunächst Raum. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Eine komfortabel begehbare Treppe benötigt eine bestimmte Länge, Breite und Höhe. Gute Planung kann diese Fläche aber so organisieren, dass daraus keine isolierte Verkehrsfläche entsteht.
Das betrifft auch die Beziehung zwischen Treppe und Architektur. Eine Treppe kann sich bewusst zurücknehmen. Sie kann vorhandene Linien aufnehmen und Materialien fortführen. Sie kann aber ebenso als eigenständiges Element eingesetzt werden, das einen Raum strukturiert oder einen gestalterischen Schwerpunkt setzt. Welche dieser Möglichkeiten richtig ist, lässt sich nicht allgemein beantworten. Sie ergibt sich aus dem jeweiligen Gebäude.
Genau deshalb sehen wir die Treppe nicht als Produkt, das nach Abschluss der Raumplanung in eine vorhandene Öffnung eingesetzt wird. Idealerweise wird früh geklärt, welche Aufgabe sie innerhalb des Grundrisses übernehmen soll und welche konstruktiven Möglichkeiten dafür tatsächlich zur Verfügung stehen.
Was kann die Fläche zusätzlich leisten?
Gerade im Wohnungs- und Einfamilienhausbau ist Fläche wertvoll. Trotzdem entstehen rund um Treppen häufig Bereiche, deren Nutzung erst relativ spät betrachtet wird.
Ein typisches Beispiel ist der Raum unter dem Treppenlauf. Er kann frei bleiben, und das kann gestalterisch vollkommen richtig sein. Er kann aber auch Stauraum aufnehmen, Teil einer Garderobe werden oder mit einem Möbel verbunden werden. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt wiederum vom Bedarf ab. Besonders interessant wird das dort, wo mehrere Anforderungen auf engem Raum zusammentreffen.
Im Eingangsbereich werden beispielsweise nicht nur Verkehrsflächen benötigt. Es braucht häufig Platz für Jacken, Schuhe, Taschen, Schlüssel oder Sitzmöglichkeiten. Wird die Treppe unabhängig davon geplant, müssen diese Funktionen später um sie herum organisiert werden. Das funktioniert, führt aber nicht zwangsläufig zu einer guten Gesamtlösung.
Werden Treppe und angrenzende Funktionen dagegen gemeinsam betrachtet, entstehen andere Möglichkeiten. Ein Schrank kann unter einem Treppenlauf weitergeführt werden. Eine Garderobe kann sich konstruktiv und gestalterisch auf die Treppe beziehen. Ein Regal kann einen Übergang zum Wohnbereich schaffen. Beleuchtung kann gleichzeitig der sicheren Nutzung, der Orientierung und der Gestaltung dienen.
Für uns ist dabei ein Punkt wichtig: Gute Planung bedeutet nicht, möglichst viele Funktionen in möglichst wenig Fläche zu pressen. Nicht jeder freie Bereich muss genutzt werden. Nicht jede Treppe braucht einen Einbauschrank und nicht jede konstruktive Möglichkeit verbessert automatisch den Grundriss. Manchmal schafft gerade eine bewusst freie Fläche die notwendige Ruhe.
Die Aufgabe besteht vielmehr darin, frühzeitig zu erkennen, welche Funktionen tatsächlich benötigt werden und welche davon sinnvoll miteinander verbunden werden können. Hier treffen Entwurf und Handwerk sehr unmittelbar aufeinander. Denn eine integrierte Lösung muss nicht nur auf einer Visualisierung funktionieren. Sie muss konstruiert, gefertigt und montiert werden können. Wandanschlüsse müssen stimmen, Fugen müssen geplant, Materialien aufeinander abgestimmt und spätere Zugänglichkeiten berücksichtigt werden. Bei Bestandsgebäuden kommen häufig unregelmäßige Wände, unterschiedliche Bodenaufbauten oder vorhandene Bauteile hinzu.
Bedarfsanalyse bedeutet deshalb auch, Wünsche mit den tatsächlichen Möglichkeiten eines Gebäudes abzugleichen. Gerade diese Verbindung zwischen räumlicher Idee und handwerklicher Machbarkeit entscheidet später häufig darüber, ob eine Lösung selbstverständlich wirkt oder ob einzelne Elemente lediglich nebeneinanderstehen.
Was gefällt uns – und warum?

Erst nachdem Nutzung, Bewegung, räumliche Aufgabe und Funktionen betrachtet wurden, wird die Frage nach der Gestaltung wirklich interessant. Damit kommen auch die Inspirationsbilder wieder ins Spiel. Es ist vollkommen sinnvoll, Bilder von Treppen und Innenräumen zu sammeln, die einem gefallen. Sie erleichtern Gespräche über Gestaltung erheblich. Denn nicht jeder Bauherr kann präzise beschreiben, welche Proportion, Materialkombination oder Linienführung ihn anspricht. Ein Bild kann das oft besser. Interessant wird es allerdings, wenn man genauer hinschaut.
Vielleicht gefällt an einer Referenz gar nicht in erster Linie die Treppe. Vielleicht ist es die Kombination aus hellem Holz und einer ruhigen Wandfläche. Vielleicht sind es die offenen Sichtbeziehungen. Vielleicht gefällt die geringe Zahl unterschiedlicher Materialien oder die Art, wie ein Geländer nahezu selbstverständlich in die Konstruktion integriert wurde. Diese Unterscheidung hilft bei der Planung. „Wir möchten eine Eichentreppe“ ist zunächst eine Materialpräferenz. Daraus ergibt sich noch keine räumliche Lösung. Die Entscheidung, Holz einzusetzen, um in einem ansonsten sehr reduzierten Innenraum einen wärmeren Materialkontrast herzustellen, beschreibt dagegen bereits eine gestalterische Absicht.
Ähnlich verhält es sich mit dem häufig genannten Wunsch nach einer „offenen Treppe“. Offenheit kann unterschiedliche Dinge bedeuten. Geht es um den Lichteinfall? Um Sichtbeziehungen zwischen zwei Bereichen? Um eine möglichst leichte Konstruktion? Oder schlicht um die Optik einer bestimmten Referenz?
Je genauer diese Absicht verstanden wird, desto größer wird der Spielraum für eine passende Lösung. Gestaltung und Konstruktion lassen sich dabei nicht vollständig voneinander trennen. Eine massive Wange hat eine andere Präsenz als eine reduzierte Konstruktion. Geschlossene Setzstufen verändern die Wahrnehmung eines Treppenlaufes ebenso wie die Lichtdurchlässigkeit. Ein Geländer beeinflusst nicht nur die Sicherheit, sondern auch Sichtbeziehungen und Linienführung. Selbst die Ausbildung von Anschlüssen und Details trägt dazu bei, ob eine Treppe später ruhig und präzise oder unnötig unruhig erscheint.
Wirkung ist deshalb nichts Unbestimmtes. Sie entsteht aus einer Vielzahl konkreter Entscheidungen über Konstruktion, Proportion, Material, Oberfläche, Licht und Detail. Instagram, Pinterest und Architekturmagazine bleiben dafür wertvolle Inspirationsquellen. Nur sollte das gefundene Bild nicht als fertige Lösung verstanden werden. Viel interessanter ist die Frage, warum eine bestimmte Situation überzeugt und welcher Gedanke davon für das eigene Projekt relevant sein könnte.
Um die bisherigen Überlegungen einmal ganz plastisch zu formulieren und auf einen Punkt zu bringen: Mensch, Bewegung, Raum, Funktion und Wirkung sind also idealerweise keine voneinander unabhängigen Planungsschritte. Eine Entscheidung in einem Bereich verändert häufig auch die anderen. Mehr Stauraum kann die Konstruktion beeinflussen. Eine andere Konstruktion verändert möglicherweise den Lichteinfall. Eine veränderte Lage des Antritts wirkt sich auf Laufwege aus. Und eine gestalterisch sehr reduzierte Lösung kann konstruktiv besonders anspruchsvolle Details erfordern.
Deshalb ist eine gute Treppe für uns mehr als die Summe aus Stufen, Wangen und Geländer. Natürlich muss sie zunächst ihre technischen Aufgaben erfüllen. Sie muss sicher sein, präzise geplant, konstruktiv sinnvoll, sauber gefertigt und fachgerecht montiert werden. Das ist die handwerkliche Grundlage.
Die eigentliche Planungsqualität zeigt sich darüber hinaus darin, wie selbstverständlich die Treppe mit dem Gebäude und seiner Nutzung zusammenarbeitet. Dafür gibt es keine allgemeingültige Formel. Ein Neubau stellt andere Fragen als eine Sanierung. Ein großzügiger Wohnbereich verlangt andere Entscheidungen als ein kompakter Eingangsbereich. Manchmal ist eine zurückhaltende Konstruktion richtig, manchmal darf die Treppe bewusst zum prägenden Element der Architektur werden. Und manchmal besteht die beste Verbesserung nicht in einer außergewöhnlichen Treppe, sondern in einer sehr präzisen Lösung für eine alltägliche räumliche Aufgabe.
Deshalb beginnen wir bei GÖHLER – in der Regel – nicht mit einem Treppenmodell. Wir beginnen mit dem Gebäude, mit seinen Möglichkeiten und Grenzen – und mit den Menschen, die darin leben werden. Die Frage, die am Anfang steht, ist entsprechend einfach: Was kann und braucht Ihr Raum und Sie als Nutzer wirklich?

